Radeln bei -10 Grad und 15cm Neuschnee? Kein Problem!

Top 10 Tipps fürs Radeln bei Schnee & Glätte

Die Skifahrer hatten die Hoffnung fast aufgegeben. Die Hausmeister hatten sich jeden Tag aufs Neue gefreut. Nun steht endlich der „große Wintereinbruch“ vor der Tür und viele Radfahrer bereiten sich auf den Umstieg auf U-Bahn, Tram und S-Bahn. Aber halt! Das muss man sich doch nicht antun. Ob Fahrradkurier oder Pendler: Hier sind unsere Top 10 Tipps fürs Radeln bei Schnee und Glatteis.

 

 1. Lube – Dein neuer bester Freund

Kette, Schaltung, Sattelstütze… mit dem richtigen Schmiermittel stellt Ihr sicher, dass alle Teile, die sich normalerweise bewegen sollten, dies auch weiterhin tun und verhindert auch das Gefrieren von Wasser im Rahmen. Viele greifen zu schnell zu Produkten wie WD-40 oder ähnliches. Für das Lösen von verrosteten oder steifen Metallteile sind solche Sprays optimal, als Schmiermittel für Fahrradketten und Kettenschaltungen aber nicht ideal. Jeder, der bei Schnee und Nässe sehr viel unterwegs ist, ist mit einem Fließfett mit gutem Verschleiß- und Korrosionsschutz besser bedient. Enttäuscht darf man aber nicht sein wenn im Frühling trotz regelmäßiger Reinigung und fleißigem einschmieren, die Kette trotzdem in wohlverdiente Rente verabschiedet werden muss.

Profi-Tipp: Die Unterseite des Rahmens mit Autowachs beschmieren, um den Aufbau von Schnee und Matsch zu verhindern.

 

2. Feuer

Bis zu -15 Grad sind für das Wochenende angekündigt. Bei solchen Temperaturen immer ein Feuerzeug und eine kleine Flasche Schloss-Enteiser mit einpacken, um auch von unterwegs eingefrorene Bremsen oder andere beweglichen Komponenten enteisen zu können. Vorsichtig aber mit dem Feuerzeug – Geschmolzene Kunststoff- oder Gummiteile bringen Euch genau so wenig weiter wie eine eingefrorene Kette 😉

 

3. Wasser

Bei solchen Temperaturen (alles unter -10 Grad) wird auch das Wasser in der Trinkflasche am Fahrrad einfrieren. Den ganzen Tag unterwegs ohne Wasser? Das muss auch nicht sein.

Erstens: Wasserflaschen mit warmem oder heißem statt mit kaltem Wasser abfüllen. Bis man das Wasser braucht, wird es wieder kalt sein. Zweitens: legt die Flasche verkehrt rum in die Halterung rein – mit dem Verschluss nach unten. Wenn das Wasser zu gefrieren beginnt, schwimmt das Eis dann nach oben und das wärmere bzw. noch nicht gefrorene Wasser bleibt unten am Verschluss.

 

4. Reifenwechsel

Sobald der Sommer vorbei ist und die Letzten vom Gardasee zurück gefahren sind, steht der nächste Pflichttermin des Jahres an: Reifen wechseln. Für Radfahrer gilt zwar keine Winterreifen-Pflicht, sinnvoll ist der Wechsel auf wintertaugliche Reifen aber genauso.

Bei milderen Bedingungen reichen breite, gut profilierte Touren- oder Trekkingreifen. Bei starker winterlicher Witterung – sobald man noch eine halbe Stunde früher vom schneeschippenden Hausmeister / Nachbaren geweckt wird – sind Winterreifen mit Spikes aus gehärtetem Stahl und einem breiten Reifenprofil zu empfehlen. Abgesehen davon, dass man sich wie der König der Straße fühlt wenn man mit Spikes durch die Gegend fährt: die Metallstifte sorgen für ordentlich Traktion und einen sicheren Grip auf dicht gepackten Schnee und Eis.

In beiden Fällen gilt für optimale Sicherheit: etwas Luft aus den Reifen ablassen, um die Auflagefläche  zu erhöhen und Traktion und Grip des Reifens zu verbessern

Für Nicht-Profis: Beim Wechsel auf breitere Reifen am besten sich von einem Profi unterstützen lassen damit der neue Reifen zur Felge, in den Fahrradrahmen und schleiffrei unters Schutzblech passt.

 

5. Gesichtscreme ist nicht nur für Frauen

Bei 30 Kilometern pro Stunde werden aus null Grad auf dem Thermometer gefühlte minus 6,5 Grad auf der Haut. Brrrrr…

Für diejenigen, die sich mit Gesichtscreme weniger gut auskennen, stellt sich bei der großen Auswahl die Frage: welche schützt die Haut am besten im Winter? Am besten sind Wasser-in-Öl-Emulsionen, die auf fettenden Grundlagen basieren und einen Schutzfilm gegen Wind, Wasser und Austrocknung bilden. Stark wasserhaltige Cremes können der Haut Feuchtigkeit entziehen oder sogar zu Erfrierungen führen. Aua…

Nicht überzeugt? Dann bleibt natürlich die klassische Sturmhaube zur Auswahl. Bonuspunkt: Schnee-Ninja!

 

6. Ride White

Wenn die Fahrbahn noch richtig weiß ist, hat sie wahrscheinlich noch keinen Salz oder Sand erhalten, wurde kaum von Autos oder anderen Radfahrern befahrenen und bietet die sicherste Route.

Auch wenn es etwas mehr Mühe kostet: lieber im ungestörten Schnee fahren als die Autospuren oder ein anderes Fahrrad zu folgen. Dieser Weg mag zwar „frei“ aussehen, birgt aber meistens andere Gefahren – wo Autoreifen beim Versuch loszufahren durchgegangen sind oder wo Glatteisstellen freigelegt wurden.

Auf frischen weißen Pulverschnee landet man ja auch sanfter als auf Glatteis.

Also: Ride white. Es sei denn es liegen 60cm schwerer, nasser Neuschnee… dann geht man vielleicht besser doch zur U-Bahn.

 

7. Zwiebel, Zwiebel, Zwiebel

Mehrschichtige Kleidung ist der einfachste Weg, Körpertemperatur zu regulieren und trocken zu bleiben. Auch bei sehr niedrigen Temperaturen sollte man aber die Versuchung widerstehen, zu viel anzuziehen. Nicht nur als Fahrradkurier kommt man trotz der Kälte bei längeren Fahrten ins Schwitzen.

Empfehlung: Eine dünne, feuchtigkeitsabweichender Schicht an der Haut, eine isolierende, atmungsaktive Schicht / Fleece-Jacke oben drüber und als letztes eine winddichte Jacke.

 

8. Bremsen

Langsam! Bei Glatteis, nicht geräumten Radwegen oder Straßen und minus Temperaturen ist vorsichtigeres Fahren immer sinnvoll. Mit der richtigen Ausstattung und der richtigen Technik muss es aber auch kein Schritttempo heißen.

Ausrüstung: Curved Bremsbeläge entfernen Matsch und funktionieren besser als andere Bremsbeläge bei nassem Wetter. Bremsbeläge nutzen sich generell bei Schnee und Glatteis sehr viel schneller ab als sonst.

Technik: Im Winter ist der Bremsweg länger, im schlimmsten Fall funktionieren die Bremsen gar nicht mehr. Und Glatteis taucht immer dann auf wenn man gerade fette Schneeflocken aus den Augen wischen will und für eine Sekunde nicht auf die Fahrbahn schaut… Bremse nur mit dem Hinterrad und verlagere das Gewicht nach hinter, um möglichst viel Gewicht über den bremsenden Reifen zu halten. Was auch immer passiert, solange man noch lenken kann besteht eine gute Chance, aufrecht zu bleiben. Selbst mit einer geschlossener Hinterradbremse und einem schleudernden Hinterrad: solange man die Vorderradbremse nicht anfasst kann man den noch rutschigsten Berg herunter fahren.

Und sowieso gilt: am besten nicht in der Kurve bremsen…

 

9. Schneeschuhe?

An die Schuhe denken viele als Letztes. Zwar sieht man mit Winterstiefeln oder Bergschuhen nicht mehr so schick aus auf dem Rad, so vermeidet man aber erfrorene Zehen.

Je nach dem wie viel man unterwegs ist und wie viel man ausgeben will, gibt es verschiedene Alternativen, um kalte Füße zu vermeiden:

Sehr viel und oft bei Schnee unterwegs, es soll ausgegeben werden, was nötig ist: Wasserdichte Schuhe oder Neopren-Booties.

Mal mehr, mal weniger bei Schnee unterwegs, spare aber gerade für ein neues Bike…: Gore-Tex®-Socken. Warm, atmungsaktiv und wasserdicht. Nur das Problem nasser Schuhe lösen die Socken nicht.

Selten bei Schnee unterwegs, soll nichts kosten: Plastiktüten

 

10. Ride hard, have fun, stay safe :)

 

Du bist bei jedem Wetter mit dem Rad in München unterwegs? Werde Fahrradkurier bei DBike! Mehr hier.

 

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Same-Day-Delivery in München

Die große Debatte um Same-Day-Delivery und warum das Angebot von Amazon nicht das Ende für den Einzelhandel bedeutet

Mit Ausblick auf das neue Jahr hieß es Ende 2014: ein großer Trend für 2015 wird Same-Day Delivery sein, sprich die Lieferung am selben Tag. Mittlerweile stehen wir zwei Wochen vor Heiligabend, das Jahr 2015 ist somit fast um und es wird festgestellt: „der große Nachfrageschub ist ausgeblieben„. Parallel kündigt aber Amazon den Start von Same-Day-Delivery in 14 Metropolen in Deutschland an.

Die Zahlen sind auf jeden Fall deutlich: es nahmen bisher noch wenige Konsumenten das Angebot einer Lieferung am gleichen Tag im Anspruch. Viel interessanter ist aber die Frage, nicht wie viele von uns Same-Day-Delivery schon einmal benutzt haben, sondern warum nicht mehr von uns solche Dienstleistungen bisher in Anspruch genommen haben. Wenn Amazon Millionen von Euro in neue Logistikzentren investiert, um genau dies leisten zu können, kann es fast nicht sein, dass wir es gar nicht wollen, oder? Also ist die Nachfrage über die letzten 12 Monate eher einfach nicht gefördert worden? Genau dies wird Amazon über die nächsten Wochen und Monate tun und schon jetzt wird von dem „Sargnagel für den Einzelhandel“ gesprochen.

Das endgültige Aus für Einzelhändler bedeutet das neue Angebot von Amazon aber auf gar keinen Fall. Wenn man die Gründe für die bisher niedrige Nachfrage nach Same-Day-Delivery anschaut und das Amazon-Angebot kritisch betrachtet, entdeckt man sogar Chancen für den Einzelhandel.

Bisher: Der Preis

Auch wenn es uns in München generell ganz gut geht, wollen die wenigsten von uns €20,00 oder mehr für eine Lieferung am selben Tag ausgeben. Wir haben schon länger gehört, es geht den meisten Konsumenten nicht mehr um eine kostenlose Lieferung sondern um die Qualität des Service und die Auswahl, die einem zur Verfügung steht. Aber die Preise, die von manchen Same-Day-Delivery Anbietern verlangt werden, sind fast unverschämt. Wenn ich €18,00 bezahlen muss, um ein Produkt geliefert zu bekommen, das selbst nur €29,00 kostet, überlege ich es mir zweimal, ob ich das Produkt wirklich noch benötige bzw. ob ich vielleicht doch noch 48 Stunden warten kann.

Bisher: Umsetzung

Viele Unternehmen sind davon ausgegangen, Same-Day-Delivery anzubieten bedeutet hoher Aufwand – sowohl zeitlich als monetär – und haben diese Option deswegen ausgeschlossen. Mittlerweile stehen Händlern mit oder ohne Onlineshop neue On-Demand Lösungen zur Verfügung über die sie kostenlos und innerhalb von Minuten via Web- oder Smartphone-Applikationen eine Lieferung am gleichen Tag anbieten können.

Bei den Unternehmen, die SDD umgesetzt haben, gibt es noch oft noch Luft nach oben, um einen wirklich gelungenen Service anzubieten. Wenn ein Kunde beispielsweise nicht mal weiß, dass er den Inhalt seines Online-Warenkorbes noch am gleichen Tag geliefert bekommen könnte, oder wenn er diese Option beim Checkout nicht findet, wird er diesen Service auch nicht benutzen. Omnichannel-Player wie Media Saturn werden gerne als Beispiel genannt, wenn es um Anbieter für Same-Day-Delivery geht, also nehmen wir den Elektronik-Giganten gleich als Beispiel: Heute Abend kommen Bekannte zum Bundesliga schauen und ich will Fifa 16 für die PS4 besorgen, um vor dem Anstoß ein paar Runden zu spielen. Im Onlineshop von Saturn logge ich mich ein und freue mich, dass das Produkt in der Filiale in meiner Nähe sofort verfügbar ist. Ab in den Warenkorb mit dem Spiel und weiter zu den Versandoptionen. Hier kann ich aber lediglich zwischen der Standardlieferung oder einer Abholung im Markt auswählen. Doch kein Same-Day-Delivery, auch wenn ich noch vor 16:45 Uhr bestelle? Auf der Produktseite überprüfe ich nochmal die möglichen Lieferoptionen. Die Expresslieferung wird als verfügbar angezeigt, zusammen mit einem genauen Zeitfenster für eine mögliche Expresslieferung an meine Adresse. Es geht also doch! Ich klicke zum Warenkorb zurück und wieder wird mir nur die Standardlieferung angezeigt. Als Kunde bin ich frustriert und breche den Einkauf ab. Will mir Saturn eigentlich gar keine Expresslieferung anbieten? Ob es daran liegt, dass sie mir dann, anders als bei einer sofortigen Abholung im Ladengeschäft, keine weiteren Produkte zusätzlich verkaufen können, oder es intern irgendwie an der Abwicklung liegt, ist mir als Kunde egal – so oder so scheint mir das Same-Day-Delivery Angebot einfach noch nicht richtig zu funktionieren.

Bisher: Verantwortung

Für immer mehr Konsumenten spielen Social Responsibility und Umweltfaktoren eine größere Rolle bei ihren Einkaufsentscheidungen. Es geht schon länger nicht nur um die Herkunft eines Produktes: den verstärkten Wunsch, verantwortungsbewusst einzukaufen, erkennt man branchenübergreifend – beispielsweise an der Entstehung von verpackungsfreien Supermärkten und der Anzahl an Personen, die anstatt mit dem Auto mit dem Lastenrad zum Einkaufen fahren. Die große Mehrheit, die noch mit dem Auto unterwegs ist, merkt aber nicht mal, dass die neuen Lastenradler nicht mehr zum Stau beitragen, denn der Autoverkehr nimmt durch das Wachstum im E-Commerce Bereich trotzdem ständig zu. Spätestens dann wenn man zum dritten Mal in einer Woche eine ganze Stunde einplanen muss, um die Stadt zu durchqueren, fragt man sich auch als überzeugter Autofahrer ob es wirklich sinnvoll ist, noch mehr Lieferwagen auf die Straße zu schicken – denn nur so wurden die meisten Same-Day-Lieferungen bisher abgewickelt.

 

Warum das Same-Day-Delivery Angebot von Amazon nicht das Ende für den Einzelhandel bedeutet

Dieses Jahr markierte einen Wendepunkt bei Konsumenten, weg von „Hauptsache umsonst“ und hin zu dem Wunsch nach einem besseren Service. Und genau hier können Einzelhändler gegen Amazon & Co punkten.

Für die jenigen, die eine kostenlose Lieferung an erste Stelle setzen, ist das Amazon-Angebot nur dann interessant, wenn man Prime-Kunde ist und den Mindestbestellwert von €20,00 erreicht. Sonst kostet die Lieferung am gleichen Tag €10,00. Eine Lieferung innerhalb der Innenstadt mit Zustellung innerhalb 1 Stunde kann aber bei anderen Händlern bis zu 50% weniger kosten – beispielsweise bei den Händlern, die auf neue Kurierdienste wie DBike setzen.

Noch wichtigere Vorteile erzielen Einzelhändler aber bei den Themen Sortiment und Flexibilität, mit den sie ihre Kundenbindung steigen und Zusatzumsätze generieren können.

Flexibilität

Jetzt will Amazon auch bei der Verfügbarkeit einer Ware mitmischen, hier wo der Einzelhandel im Vergleich bisher noch gut punkten konnte. Für den Händler in der Innenstadt muss dieser Schritt aber auf keinen Fall wieder verlorene Marktanteile heißen – sogar im Gegenteil. Mit dem Same-Day-Angebot von Amazon rückt das Thema Verfügbarkeit insgesamt in den Vordergrund. Die Nachfrage wird dadurch steigen und der Einzelhandel ist perfekt positioniert, Amazon bei dem Punkt Verfügbarkeit weiterhin voraus zu bleiben.

50% der Konsumenten, die Same-Day-Delivery benutzen, bezahlen für diesen Service, weil sie ein Produkt sofort benötigen (weitere 30% einfach aus dem Grund, weil es umsonst angeboten wurde). Der Einzelhändler kann mit dem richtigen Versandpartner diesen Konsumenten sogar besser bedienen als Amazon – mit einer Lieferung innerhalb einer Stunde oder eines gewünschten Zeitfensters. Statt „Vormittags bestellt, abends 19-21 Uhr geliefert“ können lokale Einzelhändler ohne riesige zentrale Lagerhallen, ihren Kunden „Bis 19 Uhr bestellt, innerhalb 1 Stunde geliefert“ anbeiten. Der Kunde, der nachmittags im Büro ein Geschenk für den vergessenen Jahrestag benötigt, will nachher nicht bis 21 Uhr Zuhause auf eine Lieferung warten, wenn er schon längst im Restaurant mit seinem Liebsten sitzen sollte.

In Sachen Flexibilität können Einzelhändler, die auf den richtigen Partner für den Versand setzen, kurzfristige Änderungen oder Anpassungen an Lieferäufträgen für ihre Kunden vornehmen. Will der Kunde die Lieferadresse oder Lieferzeit ändern oder die Menge der bestellten Ware anpassen, so kann der Einzelhändler diese Änderungen innerhalb ein paar Klicks vornehmen und beispielsweise über eine Message-Funktion einen bereits beauftrgten Kurier direkt kontaktieren.

Sortiment

Vor allem in der Weihnachtszeit suchen Einkäufer etwas anderes, das etwas Besondere, mit dem sie Familie und Freunden etwas Freude schenken können. Auch trotz dem zusätzlichen Marktplatz-Angebot von Amazon, bieten viele Händler in der Innenstadt immer noch viele Produkte an, die man bei Amazon einfach nicht findet.

Ein passendes Beispiel für die Weihnachtszeit: spätestens am 24. Dezember wenn die Weihnachtsmärkte schließen und die Erinnerungen an den ganzen Glühwein oder an die eine oder andere Feuerzangenbowle zu viel noch sehr frisch sind, freuen sich die wenigsten darüber, eine Flasche Rotwein geschenkt zu bekommen. Also, eine schöne Flasche Gin muss her.

Bei Amazon kann ich genauso wie jeder andere auch eine Flasche Monkey 47, The Duke oder wie auch immer der aktuell angesagte Gin heißt, kaufen. Reicht mir das aber, einfach weil ich es mit meinem Prime-Account noch am Abend (wo ich eigentlich beim Glühwein trinken auf dem Tollwood sein sollte) erhalten kann?

Der Besuch bei einem bekannten Spirituosenladen in der Innenstadt sagt: nein. Hier finde ich eine Vielfalt an spannende Produkte. Und es geht keineswegs um teure Sondereditionen zu astronomischen Preisen. Zum gleichen Preis oder weniger als die nullachtfünfzehn Gins bei Amazon, finde ich beispielsweise den G+, einen österreichischen Gin, der dieses Jahr bei der „San Francisco World Spirits Competition“ in den USA eine Doppelgoldmedaille ergattert hat. Weiter oben entdecke ich eine Flasche Hinterland – einen handgemachten, filigranen Gin aus dem Allgäu, der laut Mixology zu den Top Fünf der deutschen Gins 2015 gehört. Finde ich diese zwei Produkte, die beide jenseits von unbekannten Sondereditionen sind, aber einfach auch nicht Mainstream sind, auch bei Amazon zu kaufen? Nein. Könnte ich die mir aus einem Laden in der Innenstadt innerhalb einer Stunde in die Arbeit liefern lassen? Ja.

 

Es ist wieder eine turbulente Zeit für den Einzelhandel angebrochen. Müssen Einzelhändler aber wirklich (erneut) ernsthaft um ihre Existenz bangen? Wir finden nicht. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, werden aber nur die Unternehmen überleben, die bereit sind, ihre Denkweise anzupassen und sich auf neue Strategien wie beispielsweise die Lieferung am gleichen Tag einzulassen. Wer noch heute mit einem Same-Day-Delivery Angebot für seine Kunden durchstarten will, kann nach einer einmaligen Registrierung gleich hier loslegen.

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Informationen zur Sendung ergänzen

Features, Functions & Updates

Wir arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Features und Funktionalitäten, um Expresslieferungen über die DBike Web-Applikation noch einfacher zu gestalten und die Anforderungen aller unserer Kunden noch besser zu erfüllen.

Das Thema Sicherheit liegt diese Woche im Fokus mit zwei neuen Features, die wir heute vorstellen.

Einmal unterschreiben, bitte

Manchmal kommt es vor, dass der genannte Empfänger einer Sendung bei der Zustellung nicht verfügbar ist. Manche Sendungen sind besonders empfindlich oder wertvoll oder der Absender hätte einfach so gerne einen rechtsverbindlichen Nachweis der Annahme. Mit der neuen Signature Feature holt jeder DBike-Fahrradkurier sowohl bei der Abholung als auch der Zustellung eine Unterschrift direkt in seiner App ein. Sobald die Unterschrift bei der Zustellung gespeichert wurde, erhält der Absender in Echtzeit eine Bestätigung der erfolgreichen Zustellung.

 

Unterschrift Absender
Dein Fahrradkurier holt eine Unterschrift sowohl bei der Abholung als auch der Zustellung ein.

Groß oder klein, leicht oder schwer

Sendungen bestehen manchmal aus mehreren Paketen oder sind besonders groß oder schwer und müssen mit einem Lastenrad statt mit einem normalen Fahrrad transportiert werden. Ab sofort kann der Absender gleich bei der Eingabe seiner Lieferanfrage die Größe und das Gewicht der Sendung sowie die Gesamtzahl der Pakete angeben. Nach Eingabe der Abhol- sowie Lieferadresse kann der Absender selektieren, um welche Art von Sendung es sich bei der Lieferanfrage handelt und die Information zu Gewicht und Größe ergänzen. Diese Informationen werden zusammen mit der Lieferanfrage an das DBike Fahrradkurier-Netzwerk geschickt, um den besten Farhrradkurier für jede Sendung zu finden. Besonders schwere oder große Lieferungen werden beispielsweise von Fahrradkurieren mit einem Lastenrad übernommen.

manage.dbike.com
Stelle Deinem Fahrradkurier zusätzliche Informationen zu Deiner Sendung zur Verfügung.

 

Zusätzlich zu vielen weiteren Features und Funktionalitäten, arbeiten wir eifrig an einem etwas größeren Projekt, auf das wir uns sehr freuen und das wir bald bekannt geben werden – also, Stay Tuned!

Welche Features würdest Du gerne bei DBike sehen? Schick uns eine E-Mail mit Deinem Feedback oder Wünschen!

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DBike liefert an wirklich jede Adresse in München!

„Auf eine friedliche Wiesn!“ hieß es vor ein paar Tagen auf der Theresienwiese hier in München!

Soweit scheint alles nicht nur friedlich sondern sogar besonders ruhig zu verlaufen – und bei solchen Umständen gibt es erst recht keinen Grund warum man eine Lieferung nicht auch direkt vor dem Bierzelt abholen bzw abgeben kann.

Ob Du der Kollegin, die noch im Büro sitzt, ein Herzl schicken willst oder den Hauptgewinn von der Schießbude los kriegen musst damit Du alle Hände frei für die nächste Maß hast: ein DBike-Fahrradkurier holt Deine Lieferung vor dem Bierzelt, an der Bavaria oder bei dem Riesenrad ab und bringt sie innerhalb einer Stunde sicher ans Wunschziel.

Und wenn die Wiesn dann doch wieder vorbei ist, gilt das Gleiche auch für die anderen vier Jahreszeiten: von Untermenzing bis Oberhaching, von Solln bis Oberföhring – wir sind in ganz München für Euch da.

Darauf ein Prosit!

 

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Streetlife Festival 2015

Streetlife, Park(ing) Day, Critical Mass… Ein autofreies München?

Egal in welchem Bereich man unterwegs ist: September ist Veranstaltungsmonat. Für uns ist das nicht anders. Und in diesen Tagen geht es vor allem um das Thema Verwendung des öffentlichen Raums und eine gerechte Aufteilung für alle Verkehrsteilnehmer…

Streetlife Festival

Nach unserem letzten Besuch im Mai waren wir jetzt am vergangenen Wochenende zum ersten Mal als Aussteller auf dem Streetlife Festival in München mit dabei. Das Streetlife Festival begann 2000 als Car Free Day und hat sich über die letzten 15 Jahre zum (laut Veranstalter) „größten Straßenfest der Galaxie“ entwickelt. Das Ziel ist aber gleich geblieben: Menschen für einen bewussten Lebensstil, ein buntes München und für die Zukunft, die Mut zu Veränderung schaffen kann, zu begeistern. Die Veranstalter wollen mit dem Straßenfest zeigen, dass man seine Stadt selbst gestalten kann – ein Thema, das uns auch sehr am Herzen liegt.

Wohl auch an den Herzen von vielen der über 300.000 Besucher, die am Wochenende auf den 1300 autofreien Metern zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit unterwegs waren. Wir haben viele spannenden Gespräche geführt und haben uns über die zahlreichen Besucher bei uns am Stand riesig gefreut. Das Schönste ware aber das Potenzial für eine höhere Lebensqualität in der Stadtmitte zu erleben. Beim Aufbau haben sich Jogger, Radfahrer und spielende Kinder auf der großen leeren Fläche der Leopoldstraße ausgebreitet. Einige sind einfach eine Runde in Ruhe spazieren gegangen. Andere haben sich dafür entschieden mal zu Fuß von Odeonsplatz in den Englischer Garten zu gehen statt mit der Ubahn die zwei Stationen bis zu der Gieselastrasse zu fahren. Die Atmosphäre auf der Leopoldstrasse war entspannt, fröhlich, freundlich. Jetzt müssen wir noch noch 8 Monate warten bis es wieder mal so weit ist…

Falls man am Wochenende doch noch bei den Musik-Bühnen und Cocktail-Ständen hängen geblieben ist und es nicht bis in die Fahrradmeile geschafft hat, gibt es diese Woche gleich eine zweite Chance uns zu besuchen und zwar:

beim Park(ing) Day.

Am kommenden Freitag findet der weltweite Park(ing) Day statt und DBike ist natürlich auch dabei. An diesem Tag zeigen Bürger und Unternehmen in Städten von Kolumbien bis Turkmenistan ihre Ideen für eine alternative Nutzungsform des öffentlichen Raums. Green City e.V. ist Koordinator für München und unterstützt dabei ihre Forderung nach einer Reduktion der KFZ-Stellplätze in der bayerischen Hauptstadt.

Mit unserer Teilnahme wollen wir zeigen wie wichtig der Ausbau einer geeigneten und sicheren Infrastruktur für den Radverkehr ist: nicht nur für diejenigen, die privat einfach lieber auf das Auto verzichten sondern auch für eine starke Wirtschaft und eine optimale Unterstützung des stationären Handels in München. Vor allem nachdem es neulich wieder schwieriger gemacht wurde, Verbesserungen für den Radverkehr zu realisieren.

Ihr findet uns am Freitag zwischen 15 und 19 Uhr in der Sendlinger Straße 27.

Critical Mass

Last but not least… Fast wie gewohnt aber diesmal wegen dem Park(ing) Day mit einer kleinen Veränderung: Für alle, die etwas früher unterwegs sind, gibt es einen Treffpunkt schon um 19:30 Uhr am Gärtnerplatz, danach geht es wie üblich ab der Bavaria weiter. Am besten gleich hier zusagen.

19:30 Uhr: Treffen am Gärtnerplatz am Stand der Bikekitchen

20:00 Uhr: Abfahrt

20:20 Uhr: Ankunft an der Bavaria

20:30 Uhr: Start

 

Wir sehen uns :)

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Tipps für Fahrradkurier in München

Top 10 Tipps für den Fahrradkurier

Was wäre eine Blog-Serie ohne eine Top 10-Liste… :)  Vor allem wenn man neu als Fahrradkurier unterwegs ist,  findet man hier vielleicht den einen oder anderen Tipp, auf den man sonst nicht so viel Wert gelegt hätte. Zusammengestellt aus unseren persönlichen Tipps und Ratschlägen des erfahrensten Fahrradkuriers im DBike-Team. Los geht’s mit Teil Eins:

1. Es dreht sich alles um die Tasche

Deine Tasche ist dein bester Freund. Und wie mit einem besten Freund muss man die Sache mit Respekt angehen. Die Tasche soll länger als eine Woche halten? Du willst die verschiedensten Aufträge von unterschiedlichen Kunden annehmen können? Du willst zum Feierabend noch ein Bier hochheben können ohne brennende Schmerzen in den Schultern und im Nacken? Investier lieber ein paar Euro mehr und kaufe eine gute Tasche. „Das wird auch schon reichen.“ oder „Ich werde das Ding eh öfters ersetzen müssen. Was sind schon ein paar Tage hin oder her.“ – hat kein professioneller Fahrradkurier jemals gesagt. Die €30 mehr, die du jetzt ausgibst, wirst du spätestens nach einem Tag nicht mehr vermissen.

2. (Eigentlich dreht sich alles um das Fahrrad)

Als Fahrradkurier ist das ja keine Wissenschaft… 😉

3. Werkzeug

Es ist früh an einem Freitagmorgen und du fährst vom Stachus Richtung Sendlinger Tor… Ihr habt es schon erraten: Feierbanane + Fahrrad = Platten. Wir wollen ja keine unbegründete Vorwürfe machen aber das nächste Mal, dass ihr in der Sonnenstrasse unterwegs seid, schaut einfach selbst hin: 90% aller Glasscherben draußen vor den Clubs und Bars liegen nicht auf dem Gehweg wo die Leute, die ihre Gläser/Flaschen fallen lassen sich vermutlich eher aufhalten, aber auf dem Radweg. Vielleicht gibt es irgendeine magische Anziehungskraft zwischen Glasscherben und Radwegen aber wir vermuten eher nicht… Also: es sei denn du bist in der Nähe der Nymphenburger Str – wo sich anscheinend die Hälfte aller Bikeshops in München angesiedelt haben – wirst du deinen platten Reifen selbst reparieren müssen. Und zwar schnell. Deinem Kunden ist es egal, wenn sein Fahrradkurier eine halbe Stunde zu spät kommt, weil irgendwelche Teenies am vergangenen Abend in die Milchbar nicht reingekommen sind und ihre Alkopops draussen durch die Gegend geschmissen haben. Stattdessen bekommst du vielleicht einfach keine Aufträge mehr von ihm.

4.Wut bringt dir nichts, aber Rache vielleicht 😉

Selbst der gelassenste Fahrradkurier verliert irgendwann die Ruhe. Die Gründe sind zahlreich und vielfältig, wie wir schon mal erzählt haben, aber nichts ist es Wert, dich darüber zu ärgern (oder verhaften zu lassen). Der Autofahrer, dem ein Fahrrad auf der Straße eine Invasion seines Reiches bedeutet, wird wahrscheinlich kein offenes Ohr für deine Erklärungen haben, warum du aus Grund X, Y und Z zu Recht dort gefahren bist. Viel produktiver ist es, dich auf andere Weise zu rächen. Nein, damit meinen wir keinen nächtlichen Überfall wo Reifen aufgeschlitzt oder Autolacke zerkratzt wird. Es gibt viel einfachere (und legale) Methoden: du holst einen aggressiven Autofahrer später im Stau wieder ein? Lächle ihm einfach zu und winken während du beim Stau vorbei radelst. Oder sag ihm, sein Rücklicht wäre kaputt. Oder was auch immer dir sonst noch einfällt, um ihm eins auszuwischen 😉

5. Bußgelder

Weißt du wie viel von deinem Tagesverdienst du aufs Spiel setzt auch bei nur dem kleinsten Verstoß? Reden wir mal über Ampeln. Eine Sekunde ist gar nichts, oder? Also bei rot rüber zu fahren wenn die Ampel erst seit einer Sekunde auf rot steht, kann ja nicht schlimm sein. Falsch: das wären €100 – oder bis zu €180. Oder Zebrastreifen. Ein Auto muss immer anhalten, aber mit dem Fahrrad? Ein Fahrrad ist ja gar nicht so groß, da kann man doch noch schnell rüber fahren, da ist noch ewig viel Platz für Fußgänger. Oder? Das wären €40. Keine Klingel? €15. Wäre ja doch günstiger gewesen, gleich eine gekauft zu haben. Eine vollständige Liste findet ihr hier.

Teil 2 – gibt’s demnächst 😉

 

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Gadgets für den Fahrradkurier

Gadgets, die dem Fahrradkurier das Überleben sichern wollen – Teil 1

Heute macht wieder eine bunte Infografik die Runde. Diesmal wird die Sterbewahrscheinlichkeit bei bestimmten Aktivitäten präsentiert. Und wie sieht es mit Radfahren aus? Wohl hat man eine 1 in 140.848 Wahrscheinlichkeit, beim Radfahren zu sterben. Als Fahrradkurier ist die Wahrscheinlichkeit dann noch höher, weil man ja als Fahrradkurier überdurchschnittlich viel mit dem Rad unterwegs ist.

Aber wir wollen ja nicht so negativ sein an so einem schönen Freitag hier in München! Wenn man alles, was gefährlich sein könnte, nicht machen würde, würde man morgens nicht mal aufstehen. Es gibt aber immer mehr Tools und Gadgets, die einem als Radfahrer und vor allem als Fahrradkurier dabei helfen wollen, unterwegs am Leben zu bleiben. Welche Gadgets gibt es auf dem Markt und sind sie für den Alltag als Fahrradkurier überhaupt praktisch?

SmartHalo

SmartHalo hat diese Woche eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne abgeschlossen und geht demnächst in die Produktion. Und was macht dieser leuchtende LED-Kreis, der am Lenker befestigt wird? Alles bis auf das Treten so wie es aussieht. Hauptsächlich ist es ein Navigationssystem, das sich via Bluetooth mit Deinem Smartphone verbindet, um dir den schnellsten und sichersten Weg zu zeigen. Diebstahlschutz ist über eine Authentifizierung via Smartphone oder einen „Tapcode“ abgedeckt und deine zurückgelegte Strecke sowie Durchschnittsgeschwindigkeit und die Anzahl verbrannter Kalorien werden auch während der Fahrt gemessen.

Cool-Faktor: Ja… das Ding sieht auf jedem Fall schick aus!

Tauglichkeit für den Fahrradkurier: Ein Fahrradkurier, der sich in seiner Stadt nicht auskennt, ist kein Fahrradkurier. Das Navigationssystem könnte für neue Kuriere hilfreich sein, aber einem professionellen Fahrradkurier muss keiner den Weg zeigen – die Schleichwege und Abkürzungen, die er kennt, kennt kein Navigationssystem 😉

Cyclee

Beim Cyclee Sicherheitstool wird ein Miniprojektor am Sattel befestigt, der Signale auf den Rücken des Radfahrers projiziert. So sollen Autofahrer beispielsweise besser bzw schneller erkennen können wenn ein Radfahrer abbremst, raus fährt / abbiegt usw.

Cool-Faktor: Hmmm… Naja.

Tauglichkeit für den Fahrradkurier: Nachdem die große Mehrheit aller Fahrradkuriere mit einer Tasche am Rücken unterwegs sind, wird das Tool in der Fahrradkurier-Gemeinschaft vermutlich keinen so großen Erfolg haben.

 Der gute alte Fahrradhelm

…. neeee. Die große Helm-Diskussion lassen wir heute mal aus 😉 Mit der #DankHelm vs #BesserObenOhne Kampagne oder den aktuellen Highlights von der Eurobike diese Woche in Friedrichshafen, gibt es genug Leserstoff rundum dieses Thema.

Cool-Faktor: Der Fahrradhelm gilt offiziell als uncool, es gibt aber immer wieder neue Versuche, dieses Image zu verändern – etwa durch den Hövding Airbag-Helm oder sogar einen Tracht-Helm

Tauglichkeit für den Fahrradkurier: Wenn man nicht unbedingt einen überdimensionalen Kopf hat, ist ein Helm normalerweise nicht unbedingt unpraktisch.

 

 

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Der PARK(ing) Day 2015 in München

Der PARK(ing) Day 2015 in München

Habt ihr manchmal auch solche Gedanken wenn ihr in der Stadt unterwegs seid?

„Wenn diese Radspur nicht plötzlich zu Ende gehen würde, wäre es viel sicherer für Radfahrer“

„Schon wieder ein Lieferwagen, der die Radspur als Parkplatz benutzt?“

„Wäre es nicht viel entspannter hier ohne das ganze Verkehrschaos?“

Wie der öffentliche Raum benutzt wird ist ein heiß diskutiertes Thema. Ob man sich eine andere Aufteilung zwischen Autos, Fußgänger und Radfahrer (statt wie an manchen Stellen ganze 71% für Autos, 16% für Fußgänger und lediglich 13% für Radfahrer), mehr Grünbereiche oder einfach eine andere Nutzung mancher Fläche wünscht: am PARK(ing) Day kann jeder seine Idee für eine alternative Nutzungsform des öffentlichen Raums zeigen. Als Koordinator für München will Green City dabei ihre Forderung nach einer Reduktion der KFZ-Stellplätze unterstützen.

Parkplatz aussuchen und die Kreativität freien Lauf lassen

So einfach geht es: irgendeinen Parkplatz aussuchen, Straße und Hausnummer nennen und die Kreativität freien Lauf lassen. Green City kümmert sich um die Anmeldung bei der KVR und am Tag der Veranstaltung werden Absperrbaken gebracht, damit der Parkplatz an diesem Tag ausnahmsweise nicht zum Parken benutzt wird.

Die Anmeldung ist noch bis morgen möglich also wer noch einen Parkplatz „reservieren“ will, schnell bei Green City melden.

Wenn ihr eine tolle Idee habt, könnt aber selbst nicht mitmachen, schreibt uns eure Vorschläge und vielleicht können wir es bei unserem Parkplatz noch unterbringen :)

#parkingday #MucOhneMief

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Bild: https://twitter.com/startupbavaria/status/628525801403740160

Wird DBike das nächste große Ding aus Bayern?

Für ein neues TV-Format sucht der Bayerische Rundfunk außergewöhnliche Startups, innovative Ideen und völlig neue Produkte, die den Stoff zum „nächsten großen Ding aus Bayern“ haben. „Startup Bavaria“ heißt der Wettbewerb und auch wir sind dabei.

Der Wettbewerb

Im Juli haben wir uns zusammen mit 180 anderen Bewerbern mit einem selbst gebastelten Smartphone-Video beworben und haben uns am Wochenende riesig gefreut als wir erfahren haben, wir sind unter den 18 Finalisten dabei. Dass wir es auf die Shortlist geschafft haben, kann auch wirklich nur an unsere tolle Geschäftsidee liegen – die erfahrenen Drehexperten sind wir jetzt nicht unbedingt, falls ihr das Video nicht schon kennt 😉

Heute ging es zur finalen Pitch-Runde vor der Startup Bavaria Jury. 18 Unternehmen waren insgesamt in der letzten Runde dabei und wir warten jetzt gespannt auf die Ergebnisse. Die sechs ausgewählten Startups werden dann von September bis Dezember von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks begleitet. Die Startups kann man in regelmäßigen Webisodes und Interviews verfolgen. Anfang 2016 werden dann 3 Reportagen im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

Startup-Land Bayern

Es sind uns aber zwei Sachen bis jetzt bei dem Wettbewerb aufgefallen. Erstens: es gibt verdammt viele spannenden Startups aus Bayern. Auf jeden Fall einige aus München aber auch genauso aus anderen Ecken außerhalb der bayerischen Hauptstadt. Und da ist wirklich alles an Produkte und Dienstleistungen dabei: von einem Anti-Tinder zu einer Idee mit Kalte Fusion bis hin zu einer elektrischen WC-Bürste… :)

Zweitens: Wo sind eigentlich die ganzen Gründerinnen in Bayern? Wir waren als alle letzten dran und als wir loslegen wollten, hieß es man hat an diesem Pitch-Tag die erste Frau des Tages mit dem DBike Team gesehen. Wohl sind in Deutschland immer noch nur 10% aller Gründer weiblich. Wieso noch so männerlastig?

Jetzt heißt es Daumen drücken…

Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben also jetzt heißt es erstmal noch Daumen drücken! Und Mucha Mierda (wie in Spanien). Und In bocca al lupo (wie in Itailen). Und Finger-kreuzen (wie in England) 😉 Wir wünschen allen Finalisten viel Glück! Und wenn wir es in die finale Runde nicht schaffen sollten, werden wir trotzdem das nächste große Ding aus Bayern 😉

 

(Bild von Start Bavaria https://twitter.com/startupbavaria/status/628525801403740160)

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Sommer

Liebe Autofahrer, wieso die schlechte Laune?

Liebe Autofahrer,

es ist doch Freitag… freut ihr euch nicht auf das anstehende Wochenende, auf die Zeit mit Familie und Freunden, auf einen Ausflug zum See, auf Zeit für eure Hobbys (Golf, Lesen, Briefmarkensammeln, Saufen, Surfen… Egal was.)

Es scheint doch die Sonne… und es ist nicht mal so heiß wie die letzten Tage… freut ihr euch nicht, dass man das schöne Wetter genießen kann, ohne mit jeder kleinen Bewegung schwitzen zu müssen?

Ihr habt doch eh alle eine Klimaanlage… macht es euch nicht sogar ein bisschen Spaß, den armen Leuten auf zwei Rädern beim Strampeln und Schwitzen zuzuschauen während ihr bequem bei konstantem 18 Grad durch die Stadt fahren könnt?

Es ist doch alles in allem kein so schlechter Tag heute… oder?

WIESO SEID IHR DENN ALLE NUR SO SCHLECHT DRAUF?!?

Innerhalb 15 Minuten bin ich 3 Mal angehupt worden und 2 Mal angeschrien worden. An alle Verkehrsegeln habe ich mich gehalten (nein, es besteht immer noch keine allgemeine Radwegbenutzungspflicht in Deutschland) also kann es an sowas wohl nicht liegen, oder?

Wenn ihr alle so schlecht drauf seid,  dann halt doch einfach mal 10 Minuten an und schaut euch ein paar Katzen-Videos an, die sollen wohl gut gegen Stress und schlecht Laune sein – wenn dieser wunderschöne Freitag nicht ausreichend ist.

Liebe Grüße,

Eine sich an die Regeln haltende Radfahrerin.

 

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